Ausbildung zum Landschaftsgärtner

Arbeitsplatz Natur

Auch begabte Mädchen haben gute Berufschancen! Eine zukunftssichere    Ausbildung in einem grünen Wachstumsberuf!

Seinen 'Ausbildunpflasterarbeiten.jpggsplatz in der Natur' hat der Landschaftsgärtner-Nachwuchs bisher meist durch 'Mund-zu-Mund-Werbung' gefunden. Denn der Beruf des Landschaftsgärtners ist bei Jugendlichen, Lehrern und Berufsberatern bisher noch fast unbekannt. So sind es vielfach die jungen Auszubildenden selbst, die ihren Altersgenossen in der Disco, im Sportverein oder auf einer Party von ihrer 'grünen' Berufsausbildung erzählen und dafür 'Reklame' machen, weil sie selbst davon begeistert sind. Landschaftsgärtner: Das war in den letzten Jahren eher ein 'heimlicher' Trendberuf; Nachwuchswerbung für diese Ausbildung gab es kaum.


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Fachleute für Grün sind gefragt
Das soll jetzt anders werden: Die attraktive Ausbildung zum Landschaftsgärtner wird jetzt bei der Jugend besser bekannt gemacht. Denn die Dienstleistungen der Landschaftsgärtner liegen von Jahr zu Jahr besser im Trend. Weil bei Kommunen, in der Industrie und im Privatsektor in den letzten beiden Jahrzehnten der Bedarf nach mehr 'Grün' enorm zugenommen hat: in Städten und auf dem Dorf, in Wohn- und Industriegebieten, beim Sportplatzbau und bei privaten Gartenbesitzern, aber auch in der freien Natur, beim Anlegen und Pflegen von Freizeit- und Erholungsgebieten, von Trimmpfaden und Gewässern gibt es neue und immer mehr 'grüne Aufgaben'.
Und damit auch immer mehr Ausbildungsplätze für Mädchen und Jungen, die nach der Schule den zukunftssicheren Beruf des Landschaftsgärtners erlernen können. Rund 2000 Ausbildungsplätze stellt der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau inzwischen jährlich bereit - mit zunehmender Tendenz.

Gute Berufsaussichten für den begabten Nachwuchs
Landschaftsgärtner: Das kann nicht jeder werden. Grundvoraussetzung für den Beruf ist Sinn fünaturstein-mauer.jpgr Natur, für Pflanzen, Boden, Wasser und Naturmaterial. Aber auch technische Begabung und praktische Intelligenz, um mit den Maschinen, Geräten und Fahrzeugen umzugehen, die man für die Gestaltung und Pflege der Natur braucht. Wer Landschaftsgärtner lernen will, muss 'natürlich' denken lernen. Das heißt auch, voraus zu denken, wie ein Garten oder Park weiter wächst, wie ein begrünter Innenhof, eine bepflanzte Fassade oder ein Dachgarten, ein Feuchtbiotop oder ein Sport-Center, die heute angelegt werden, in einigen Jahren aussehen. Denn Landschaftsgärtner gehen mit lebendiger Natur um und müssen über ökologische Zusammenhänge genau Bescheid wissen.

Wer den Beruf lernt, muss gern im Freien arbeiten, muss wetterfest und sportlich sein und Spaß an Arbeit in der Natur haben.

Landschaftsgärtner: Das ist kein Beruf für Stubenhocker, Schlaffies oder Eigenbrötler. Wer gern im Team arbeitet und bereit ist, schon früh Verantwortung für die eigene Arbeit zu übernehmen, wer zupacken kann und Spaß hat an körperlicher Leistung, der wird es in diesem Beruf auch zu etwas bringen.

Ein typischer Beruf für Jungen? Ganz und gar nicht: Gerade in den letzten Jahren haben auch immer mehr sportliche und leistungsorientierte Mädchen diese 'grüne' Ausbildung entdeckt und oft mit besserem Erfolg abgeschlossen, als ihre minibagger-landschaftsgaertner.jpgmännlichen Altersgenossen. Denn für viele landschaftsgärtnerischen Aufgaben haben offenbar Mädchen eine 'natürliche' Begabung. Ganz abgesehen davon, dass es für die meisten schweren Arbeiten inzwischen längst Maschinen gibt.

Vielseitige und aussichtsreiche Ausbildung
Bei der Ausbildung und im späteren Beruf ist, neben Naturinteresse und praktischer Veranlagung, vor allem auch 'Köpfchen' gefragt. Ordentliche Schulnoten sind wichtig, Abitur ist kein Hindernisgrund für den Beruf. Die Landschaftsgärtner-Ausbildung dauert normalerweise, wie überall, drei Jahre. Mann oder Frau lernt in anerkannten Ausbildungsbetrieben 'von der Pike auf'. Mit im Programm ist eine überbetriebliche Ausbildung, bei der die jungen Leute sich zusätzlich all das aneignen, was im eigenen Lehrbetrieb nicht so intensiv praktiziert, beim Lehrabschluss aber vorausgesetzt wird.

Landschaftgärtner: Das ist eine vielseitige und abwechslungsreiche Ausbildung. Man lernt, wie man mit Boden umgeht, ihn bearbeitet und modelliert, wie Rasen angelegt, Sträucher, Gehölze und Bäume gepflanzt, kultiviert, bewässert und gedüngt, wie Wege und Plätze befestigt und gepflastert, wie natürliche Landschaften geschaffen und gepflegt werden.

Auch Theorie kommt bei der Ausbildung nicht zu kurz: Boden- und Pflanzenkunde, Wissen über verschiedene Arten von Erde und Dünger, über Baumaterial und Werkstoffe, über Pflanzenschutz und Ökologie sind ebenso Rüstzeug für den späteren Beruf wie Planlesen und Vermessen, Flächen- und Massenberechnungen, betriebswirtschaftliche und juristische Grundkenntnisse.

In der Praxis muss dann nicht nur das richtige Arbeiten, sondern auch die Arbeits-Organisation beherrscht werden. Der ausgelernte Landschaftsgärtner kann selbständig eine Baustelle einrichtesprinkel-brunnen.jpgn, Zeit- und Baupläne und ganze Arbeitsabläufe steuern und schließlich auch ein landschaftsgärtnerisches Gesamtwerk erstellen. Zum gestandenen 'Gesellen' wird er oder sie nach drei Jahren. Nach sechs Jahren ist die Meisterprüfung möglich. Als Meister(in) ist man Führungskraft und damit verantwortlich für komplette Landschaftsgärtner-Projekte.

Die Berufschancen für fertige Landschaftsgärtner sind überdurchschnittlich gut: 'Grünarbeit' in unserer Wohn-, Arbeits- und Freizeitwelt ist zu einem regelrechten Wachstumsberuf geworden, der tüchtigen Landschaftsgärtnern auch gute Möglichkeiten bietet, sich später einmal selbständig zu machen. Oder um beispielsweise als Gartenamtsleiter, Oberbauleiter oder Landschafts-Architekt weiter zu kommen. Vorausgesetzt wird dabei meist eine abgeschlossene Lehre mit gutem Ergebnis.

Studieren kann man den Beruf natürlich auch. Fertige Landschaftsgärtner mit zwei Jahren Berufspraxis werden in vier Semestern an einer Gartenbauschule zum Techniker im 'Garten- und Landschaftsbau' ausgebildet. Zwei zusätzliche Semester führen zur Fachhochschulreife und damit zum späteren Diplom-Ingenieur (FH) der Fachrichtung Landespflege. Abiturienten sollten ebenfalls eine Lehrzeit absolvieren, bevor sie Diplom-Ingenieur für Landespflege werden.

 

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