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Staudenbeete anlegen, gestalten und pflegen

Die Planung eines Staudenbeets ist nicht schwer

Staudenbeete anlegen, gestalten und pflegen

Ein Staudenbeet planen

Die Planung eines Staudenbeets ist nicht schwer. Es gibt verschiedene Arten von Staudenformationen. Eine Möglichkeit ist die längliche Gruppierung von Stauden. Verblüht eine Gruppe, wird die Lücke von den hinteren oder vorderen Nachbarn geschlossen. Eingestreute runde Gruppen bringen Struktur in das Wellenspiel. Naturnaher ist die Anordnung von größeren und kleineren Gruppen, ohne dabei bestimmte Formen zu wiederholen. Stauden-Arten, die sich wiederholen, bringen dennoch Harmonie in die "Wildnis". Natürlich können diese beiden Formationen auch kombiniert werden.
Bei der Planung der Bepflanzung sollte man die Höhe der Stauden berücksichtigen. Gerüst-Stauden bringen Höhe und Perspektive in eine Rabatte, z.B. Eisenhut, Silberkerze, Stauden-Sonnenblume, Rittersporn Ligularie, Lupine und hohe Gräser. Begleit-Stauden für Vorder- und Mittelgrund sind Schleierkraut, Frauenmantel, Heiligenkraut, Phlox, Kaukasusvergissmeinnicht, Storchschnabel-Sorten und Gräser.

Ein Staudenbeet vorbereiten

Vor der Neupflanzung gräbt man den Boden 30 cm tief um. Unkrautwurzeln sollten dabei entfernt werden. Bei der Neuanlage eines Staudenbeetes sollte man sogar noch tiefer graben.
Vor dem Pflanzen topft man die Stauden kopfüber aus. Beet-Stauden pflanzt man so, daß der Topfballen knapp mit Erde bedeckt ist und drückt sie vorsichtig von Hand an. Dann werden die Pflanzen eingeschlämmt, damit die Wurzeln Kontakt mit dem Erdreich bekommen. Die beste Zeit zum Wässern ist morgens oder abends.
Gedüngt wird ab dem zweiten Standjahr: Im Frühjahr mit Kompost, im Sommer werden besonders hungrige Beet-Stauden flüssig nachgedüngt.

Teich und Fuge bepflanzen

Zum Bepflanzen eines Teiches verwendet man spezielle Teicherde. Damit das Substrat am Ufer nicht durch die Wellen wegschwimmt, deckt man es mit Gesteinsbruch oder Kiesel ab.
Für Steingärten und Mauern nimmt man ein Gemisch aus Gartenerde mit viel Sand und Splitt, aber ohne Humus. Die Wurzelballen für Mauerfugen drückt man vor dem Pflanzen vorsichtig in Form.

Bodenpflege

Im Frühjahr lockert man den Boden flach, ohne dabei die Wurzeln zu verletzen. Im Sommer stört tiefes Hacken das Wurzelwachstum. Herbstlaub ist wertvoll: Im Winter schützt es empfindliche Stauden und verrottet zu wertvollem Humus. Aber Vorsicht: Bei immergrünen Arten nicht zu dick auftragen, sonst ersticken sie.

Mulchen

Ein Jahr nach der Pflanzung sollte die erste Grunddüngung und darauf die erste Schicht Mulch ausgebracht werden. Beim Verteilen sollten keine Pflanzenblätter verschüttet werden.

Stauden stützen

Einige hohe Pracht-Stauden brauchen eine Stütze. Preiswert: trockene Zweige, die links und rechts neben die Pflanze gesteckt und wie eine Haltegabel umgeknickt werden. Raffiniert:
Kompakte Stauden-Nachbarn wie Salbei und Steinquendel stützen durch ihre Nähe gegenseitig.

Stauden schneiden

Der Sommerschnitt im Juni betrifft Arten, die bis dahin geblüht haben, z.B. Rittersporn, Sommersalbei und Lupinen. Es werden nur die abgeblühten Stiele entfernt, das Laub bleibt erhalten. So präpariert, blühen viele von ihnen während des Sommers sogar ein zweites Mal. Im September werden die Stauden zurückgeschnitten. deren weiche Triebe im Winter erfrieren würden. (z.B. Indianernessel oder Berg-Kamille).
Bei den meisten Stauden ist es jedoch sinnvoll und dekorativ, das trockene Laub und die Samenstände stehen zu lassen, da das Herbstlaub die Wurzeln schützt und einige Stauden wie Gräser und Farne im Winter mit Rauhreif oder Schnee bedeckt ein stimmungsvolles Bild abgeben.

geschrieben von Benedikt Schradi am 19.04.2005 um 22:44 Uhr.


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