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Rund um den Garten
Sternrußtau
Auf den Blattoberflächen zeigen sich dunkelviolettschwarze Flecken, die sternförmig auslaufen. Die Blätter werden rasch gelb und fallen ab. Zuerst tritt die Krankheit am bodennahen Laub auf, erfasst aber bald die ganze Pflanze. Begünstigt wird der Pilz durch Nässe, er tritt vor allem in nassen Sommern auf oder wenn beim Gießen der Rose die Blätter nicht mehr richtig abtrocknen können. Befallene Rosen sind oft ab August, in nassen Sommern auch früher laublos, so dass die Pflanze zu verstärkten Neuaustrieb gezwungen wird. Das kostet viel Kraft und die Triebe können nicht mehr richtig ausreifen.
Vorbeugung
Robuste, resistente Sorten auf luftigen Standort setzen. Niemals Blätter von oben beregnen. Knoblauchzwiebeln haben eine fungizide (pilztötende) Wirkung. Wer mag, kann Knoblauch zwischen die Rosen pflanzen. Befallene Blätter unbedingt absammeln - sie verbreiten den Pilz weiter - und vernichten. Anschließend noch den Boden mit Ackerschachtelhalmbrühe desinfizieren.
Hausmittel
Mit Ackerschachtelhalmbrühe spritzen.
Echter Mehltau
Echter Mehltau tritt schon früh im Sommer bei feucht-warmer Witterung auf. Auf der Oberseite der jungen Blätter, der Knospen und Triebspitzen zeigt sich ein weißer Belag, der aussieht, als sei die Pflanze mit Mehl eingestäubt. Das betroffene Laub kräuselt sich, färbt sich rötlich und kümmert. Befallene Blütenknospen öffnen sich nicht mehr.
Vorbeugung
Wie beim Sternrußtau robuste, resistente Sorten auf luftigen Standort setzen und ausgewogen düngen. Den Boden mit Schachtelhalmbrühe desinfizieren.
Hausmittel
Mit Ackerschachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche spritzen.
Falscher Mehltau
Auch der falsche Mehltau zeigt weißlichen Belag, aber auf der Blattunterseite. Auf der Blattoberseite entstehen dunkle Flecken. Der Befall zeigt sich zuerst an den jungen Blättern und breitet sich von oben nach unten aus. Die Blätter welken und fallen ab. Falscher Mehltau tritt verstärkt bei starken Temperaturschwankungen auf, bevorzugt im Spätsommer und Herbst, wenn die Sonne noch Kraft hat, die Nächte aber schon empfindlich kühl werden.
Vorbeugung
Blätter vernichten, den Boden mit Schachtelhalmbrühe desinfizieren und die Rosen an Standorte setzen, an denen die Blätter schnell trocknen können.
Hausmittel
wer weiß eins?
Rosenrost
An der Blattoberseite zeigen sich gelbe, oder auch rote Flecken, an der Blattunterseite sieht man sich stäubende rostrote Pünktchen, die sich später schwarz färben. Das sind die Wintersporenlager des Pilzes, die auch härteste Winter überstehen. Ein zu lehmiger Standort sowie - wie bei fast allen Pilzerkrankungen - feuchte Witterung fördern den Befall. Die Blätter färben sich schliesslich gelb und fallen ab. Wenn die Krankheit mehrere Jahre hintereinander auftritt, kann die Rose dadurch sehr geschwächt werden.
Vorbeugung
Den Boden mit Kompost verbessern, auf luftigen Standort achten, die befallenen Blätter vernichten und den Boden mit Schachtelhalmbrühe desinfizieren.
Hausmittel
Ackerschachtelhalm-, Farnkraut-, Wermutbrühe
Rindenfleckenkrankheit
Auf den Trieben zeigen sich bräunlich-rote Flecken. Stickstoffüberdüngte Böden begünstigen den Befall. Die Triebteile über den Flecken sterben ab.
Vorbeugung
weniger Stickstoffdünger benutzen, eventuell eine Kalizusatzdüngung im Herbst ausbringen. Befallene Triebe entfernen und vernichten.
Hausmittel
wer weiß eins?
Rosenblattfleckenkrankheit
Auf den Blättern treten kleine schwärzliche oder blutrote Flecken mit weißlicher Mitte ("Purpurfleckenkrankheit") oft in großer Zahl auf. Auch auf der grünen Rinde der Jahrestriebe und Blütenstengel finden sich kleine dunkelbraunviolette, in der Mitte weißlichgraue und etwas eingesunkene Flecken. Ein starker Befall kann zum Abfallen der Blätter führen. Verursacht werden diese Flecken durch einen Pilz, der auf den abgefallenen Blättern überwintert, von dort im Frühjahr über Sporen die jungen Blätter infiziert. Der Pilz tritt hauptsächlich in feuchten Lagen auf oder wenn die Blätter lange Zeit nicht abtrocknen können.
Vorbeugung
Von der Krankheit befallene Blätter einsammeln und vernichten. Bei Neupflanzungen Wahl eines nicht zu feuchten Standorts.
Hausmittel
wer weiß eins?
Grauschimmel
In nassen, kühlen Sommern befällt dieser Pilz vor allem Knospen und Blüten, aber auch Jungtriebe. Die Blütenblätter bekommen Flecken, die Knospen können sich nicht öffnen, zeigen fahle Flecken (Pocken), bedecken sich mit einem mausgrauen Schimmelrasen und faulen. Hervorgerufen wird der Grauschimmel (Borytis) von einem Pilz, der auf abgestorbenen Pflanzenteilen überwintert. Durch Wind und Wasserspritzer können sich Sporen während der gesamten Vegetationszeit in der Luft befinden. Die Rosen werden dann bei feuchtem, regnerischem und trübem Wetter infiziert.
geschrieben von Benedikt Schradi am 22.04.2005 um 23:44 Uhr.
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