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Regierungspräsident Schmalzl ehrt Gärtnermeister

Regierungspräsident Schmalzl ehrt Gärtnermeister auf der Landesgartenschau Schwäbisch Gmünd. Unser Meister und Abteilungsleiter smartGARD, Herr Streitberger bekommt einen Sonderpreis für den besten Abschluss 2014! Herzlichen Glückwunsch!

Regierungspräsident Schmalzl ehrt Gärtnermeister„Zukunftsweisend- umweltorientiert- nachhaltig“ Regierungspräsident Johannes Schmalzl zeichnet gärtnerischen Führungsnachwuchs mit dem Meisterbrief aus
„Für Baden-Württemberg liegt die Wertschöpfung im Gartenbau bei annähernd 1,4 Mrd. Euro“, sagt Regierungspräsident Johannes Schmalzl und betont: „fast jeder achte Euro, der in der Landwirtschaft wertmäßig produziert wird, stammt aus dem Gartenbau. Gut ausgebildete Fachkräfte tragen daher entscheidend zum Erfolg der Branche bei“


„Sie als Meisterinnen und Meister haben unternehmerische Qualifikation, erfassen Entwicklungen und passen sich der veränderten Welt an, haben Mut zu progressiven Entscheidungen, wissen, dass Fachwissen schnell veraltet, haben Schlüsselqualifikationen wie Toleranz und Teamfähigkeit und stellen sich optimistisch den Herausforderungen der Zukunft“. Voll des Lobes über den gärtnerischen Berufsstand überreichte Regierungspräsident Johannes Schmalzl auf der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd die Meisterbriefe an die neuen gärtnerischen Führungskräfte.

Insgesamt 62 Meister und Meisterinnen des Gartenbaus konnten nach erfolgreicher Meisterprüfung die Urkunde entgegennehmen. Vorausgegangen war eine gute praxisorientierte schulische Vorbereitung in der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart- Hohenheim. Diese war einstmals hervorgegangen aus der im Jahr 1780 durch Herzog Carl Eugen gegründeten Gartenbauschule. Sie war die erste deutsche Gärtnerfachschule und der Beginn einer Tradition, die in der heutigen Staatsschule für Gartenbau und Landwirtschaft fortbesteht. Bis zum heutigen Tag wird dort eine fachliche hervorragende und vor allem auch persönlichkeitsorientierte Bildungsarbeit geleistet. Die Staatsschule für Gartenbau ist zu einer bedeutsamen Institution in der baden-württembergischen Bildungslandschaft für agrarische Aus- und Weiterbildungsgänge geworden und stellt in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes weiterhin einen wichtigen Eckpfeiler dar.

„Mehr als die Hälfte der Bundesbürger bewirtschaftet heutzutage einen Garten: 45,3 Millionen Menschen“, führte Schmalzl bei seiner Festrede an. Insbesondere stelle die gärtnerische Arbeit einen guten sportlichen körperlichen Ausgleich zur alltäglichen Büroarbeit dar und sei somit auch ein wichtiger Beitrag zur Freizeitgestaltung und zum Naturverständnis. Dies spiegele den hohen gesellschaftlichen Stellenwert des Gärtnerhandwerks wider.

Zwischen körperlicher und seelischer Gesunderhaltung und Grünflächen besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. Ein grünes Umfeld fördert das Wohlbefinden, stellt die Weltgesundheitsorganisation fest. Grünflächen und öffentliches Grün, Spielplätze, Freizeitflächen für Sportler, Radfahrer und Fußgänger bedürfen einer sorgsamen Planung und reich strukturierter Anlagen die den Menschen in diesem Lande zugänglich und verfügbar sind. Dies ist auch einer der Gründe warum das Land Baden- Württemberg auch auf die nächsten Jahre hinaus Landesgartenschauen und Grünprojekte fördert.

Regierungspräsident Schmalzl hob bei seiner Festrede auch die hohe Wertschöpfungskraft des Gartenbaus hervor. Der Agrar- und Ernährungssektor hat einen Anteil von rund sechs Prozent an der deutschen Bruttowertschöpfung, dem im Produktionsprozess geschaffenen Mehrwert. Für die Garten- und Obstbauprodukte wird im gesamten Bundesgebiet ein Produktionswert in Höhe von rd. 5 Milliarden Euro ausgewiesen, etwa 12 Prozent des Produktionswertes der Landwirtschaft. Dazu kommt noch der Produktionswert der gartenbaulichen Dienstleistungen. Er betrug rund 5,6 Milliarden Euro. Das heißt, dass allein in dieser grünen Sparte ein Schöpfungswert von fast 11 Milliarden Euro erwirtschaftet wird.

Für das Gartenland Baden Württemberg liegt die Wertschöpfung bei annähernd 1,4 Mrd. Euro. Fast jeder achte Euro, der in der Landwirtschaft wertmäßig produziert wird, stammt aus dem Gartenbau.

Gut ausgebildete Fachkräfte tragen entscheidend zum Erfolg der Branche bei. Nicht zuletzt deshalb konnte sich die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft international eine hervorragende Wettbewerbsstellung erarbeiten.

Im Rahmen der Übergabe der Meisterbriefe an die jungen Führungskräfte konnte der Regierungspräsident auch eine Vielzahl Silberner und Goldener Meisterbriefe für 25 und 50 Jahre Gärtnermeister/Gärtnermeisterin überreichen. Der Schuljahrgang 1989 des ehemaligen Meisterlehrgangs an der Fachschule Ludwigsburg feierte das Ereignis auf seine Weise und war nahezu vollständig vertreten.

"Allen Absolventinnen und Absolventen gratuliere ich ganz herzlich zu ihren bestandenen Prüfungen – auch im Namen von Herrn Minister Alexander Bonde und Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann". Mit diesem Gruß schloss der Regierungspräsident die von vielen Familienangehörigen besuchte Urkundenübergabe ab.

geschrieben am 09.08.2014 um 09:13 Uhr.


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